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Rotwein - Immer ein Genuß

Stimmungsvolles Bild von einem Glas Rotwein vor saftig grünem Weinlaub

Hätten Sie es gewusst? Wein zählt zu den ältesten Kulturgütern der Menschheit. Die Kunst der Weinherstellung und ihre stete Weiterentwicklung beschäftigt den Menschen schon seit Jahrtausenden. Heute weiß man vermutlich fast alles über Wein. Er wurde in unzähligen Studien genauestens wissenschaftlich erforscht.

Über Rotwein sagt man, dass er nicht nur gut schmeckt, er soll auch sehr gesund sein. Ein Glas Rotwein am Tag beugen Arterienverkalkung vor und senken das Risiko für Herzkreislauf-Krankheiten, Alzheimer und Krebs und - last but not least -  stärken das Immunsystem. Sie meinen, das klingt zu schön, um wahr zu sein?

Im Grunde genommen sind die wissenschaftlichen Fakten auch egal. Am Ende zählt nur der großartige Geschmack und die Freude am Genuss, die einen zum Rotweintrinker werden lässt.

Ein satter dunkler Rotwein ist attraktiv

Was macht Rotwein so einzigartig? Attraktiv macht ihn zuallererst einmal die satte, dunkelrote Farbe. Sie dachten, die Farbe kommt vom Traubensaft? Ja und nein. In den meisten Trauben steckt der roten Farbstoff ausschließlich in der Traubenhaut. Nur bei den so genannten Färbertrauben ist auch der Rebensaft dunkel. Ein Effekt, den sich Winzer zunutze machen, wenn sie einem blassen Rotwein zu einem stattlichen Dunkelrot verhelfen wollen, schon kleinste Mengen Färbertraubensaft genügen da.

Farbstoffe & Tannine im Rotwein

Der Herstellungsprozess von Rotwein unterscheidet sich ganz grundsätzlich vom Herstellungsprozess von Weißwein. Da sich der rote Farbstoff nur in der Beerenhaut befindet, werden die Trauben für Rotwein nicht gepresst, sondern ganz oder teilweise entrappt, also von den Stielen getrennt, und dann zerdrückt. Während der Gärung bleiben die Schalen, Kerne und die beibehaltenen Stiele im Most. Das hat den Effekt, dass sich Phenole und Tannine aus den Schalen lösen und den Most einfärben.

Guter Geschmack im Rotwein

Damit genügend Farbstoffe und Tannine in den Wein übergehen, muss der Traubentrester regelmäßig neu mit dem Most vermengt werden. Dass ist notwendig, da die festen Bestandteile der Maische während der Gärung durch entstandene Kohlensäure wieder an die Oberfläche gedrückt werden. Mit einer Pumpe, Stangen oder langen Löffeln, taucht der Winzer die festen Bestandteile wieder in den Most. Das manuelle Untertauchen wird auf Französisch pigeage genannt. In Portugal ist diese manuelle Methode noch sehr verbreitet und man stampft den Wein in großen Betonbasins, den Lagares,mit den Füßen. Dies ist sehr schonend und weich für das Traubengut denn die Kerne werden so nicht gespaltet.

Feiner Rotwein mit Fruchtaroma

Einfache Rotweine gären nur 2 bis 3 Tage, erstklassige Rotweine bis zu 4 Wochen. Wobei auch die Temperatur die Gärdauer beeinflussen kann. Mit Hilfe einer kühlen Gärung arbeiten die Winzer das Fruchtaroma und die Feinheit eines Rotweines heraus, bei höheren Temperaturen wird die Tiefe der Farbe und die Geschmacksintensität begünstigt. Erst nach der Gärung wird der Rotwein gepresst und im Anschluss gereift und gelagert. Hochwertiger Rotwein wird auch in Holzfässern, so genannten Barriques ausgebaut.

Cuvée – das Beste aus vielen Rotweinen

Rotwein wird traditionell nicht nur sorten- oder lagenrein ausgebaut, die Trauben für seine Herstellung können auch von verschiedenen Rotweinsorten und Weinbergslagen stammen. Von modernen Winzern wird heute für die Cuvée zunächst ein Grundwein meist nach Lagen und Sorten getrennt keltert und dann zu einer Cuvée zusammengefügt. Das erfordert viel Fingerspitzengefühl und Erfahrung. Danach wird der Verschnitt noch gereift, bevor er abgefüllt wird. Die Kunst des Verschneidens wird auch als „Vermählung“ bezeichnet. Eine gelungene Cuvée sollte dabei immer eine höhere Qualität und Komplexität haben, als die einzelnen Grundweine aus denen sie komponiert wurde.

Moderne Rotweine aus Portugal

Der Weinbau in Portugal ist von Gegensätzen geprägt. Im Landesinneren wachsen Trauben für schwere, tanninreiche Rotweine, aus dem kühlen atlantischen Klima in Portugals Norden kommen leichte Weine wie der Vinho Verde. Wobei der rote Vinho Verde sehr tanninhaltig ist und vor allem regional getrunken wird. Die portugiesische Rebfläche erstreckt sich über etwa 239.000 Hektar und unterteilt sich in fünf Weinbauzonen mit über 40 Qualitätswein-Anbaugebieten.

Rotweine aus dem Douro Gebiet

Aus dem Douro-Gebiet östlich von Porto kommen klassische, etwas tanninärmere und säurebetontere Rotweine. Für seine schweren Rotweine aus der Baga-Traube ist das Bairrada- Anbaugebiet um die Stadt Águeda bekannt. Das traditionsreiche Weinanbaugebiet des Dão liegt in der gebirgigen Beira-Region, nördlich des höchsten Gebirges Portugals, der Serra da Estrela. Da die Region auch noch von den Gebirgen Buçaco und Caramulo durchzogen ist, sind die Weingärten typischerweise in Terrassenform angelegt. Das heiße Klima in der Alentejo-Region begünstigt die Herstellung von modernen, imposanten Rotweinen.

Rotweine aus autochthoner Rebsorten

Portugal hat eine große Anzahl heimischer, autochthoner Rebsorten. Die wichtigsten für Rotwein sind Baga, Castelao, Aragonez/Tinta Roriz Touriga Franca, Touriga Nacional und Trincadeira/Tinta Amarela. Als Verdes werden schnell zu konsumierende Jungweine bezeichnet, Maduro sind reife Weine und Garrafeira lange gelagerte Spitzenweine.

350 Jahre südafrikanische Weintradition

Die Geschichte des südafrikanischen Weinbaus reicht mehr als 350 Jahre zurück. Sie begann 1652 mit der Ankunft von Jan van Riebeeck in der Nähe von Kapstadt. Er sollte im Auftrag der Vereenigde Oostindische Compagnie eine Proviantstation für Schiffe auf der Route von Europa nach Indien errichten. Begeistert vom mediterranen Klima beschloss er, Rebsorten aus Europa zu importieren und in Südafrika anzubauen.1655 pflanzte er erste Weinreben, am 2. Februar 1659 wurde in Südafrika der erste Wein gekeltert.

Ein Dutzend Anbaugebiete im Kapland

Heute gibt es mehr als ein Dutzend Weinanbaugebiete im Kapland an der südlichen Spitze des afrikanischen Kontinents. Dort, wo sich Indischer und Atlantischer Ozeane treffen, liegt mit Kapstadt eine der größten Weinhauptstädte der Welt und das Tor zu den Weinbaugebieten Südafrikas. Zentrale Weinregionen sind Constantia, Stellenbosch und Franschhoek, wo die Dichte an Weingütern besonders hoch ist. Weitere Anbaugebiete sind Robertson im Osten und nördlich gelegen die Breedekloof-Weinregion. Auch im Swartland nahe des Atlantiks wird Wein hergestellt.

Würziger Shiraz von der West Coast

Trauben für schwere Rotweine gedeihen nördlich von Kapstadt in der Region West Coast. Dort wird zum Beispiel die würzige Sorte Shiraz angebaut. Ein weiteres bedeutendes Anbaugebiet befindet sich an der Walküste in der Region Overberg. Die „Route 62“, die „Längste Weinstraße der Welt“ führt von Montagu bis nach Oudtshoorn. Auf der Strecke dorthin liegt Calitzdorp, eines der östlichsten Weindörfer der Kapregion und bekannt für seine Likörweine. Als „Wineland“ bezeichnet man ganz allgemein die Gegend von Paarl bis hin zum Franschhoek-Pass.

Rotweinvielfalt mit klassischer Eleganz

Südafrika ist eine vielfältige Weinbauregion. Aber eines haben südafrikanischer Rotweine gemeinsam: Sie verbinden klassische Eleganz mit fruchtigen Noten. Es gibt eine große Anzahl zugelassener roter Rebsorten. Zu ihnen gehören so bekannte wie Cabernet Sauvignons, Merlot, Petit Verdot, Shiraz/Syrah oder Pinot Noir. Und natürlich auch Südafrikas berühmte Pinotage, die 1925 als autochthone Rebsorte entwickelt wurde.

Rotweine mit komplexen Aromen

Ob Rotwein aus Portugal oder Südafrika. Sie alle haben komplexe Aromen und das meistens in Kombinationen wie etwa Vanille, Mokka, Tabak, Kakao bei Barriqueweinen oder Beerenaromen (Erdbeere, Brombeere, Himbeere, Johannisbeere, Heidelbeere), Holznoten (Eiche, Kastanie, Zeder), Schokoladenaromen, Gewürznoten (Zimt, Nelken, Ingwer, Muskatnuss) oder Paprikatöne bei bei unreifem Cabernet Sauvignon.

Rotweine „solo“ oder zu gutem Essen

Leichte Rotweine sind von heller Farbe und haben meist eine moderate Säure. Ihre duftigen Aromen kommen am besten in großen Ballongläsern und in geselliger Runde zur Geltung. Leichte Rote schmecken auch hervorragend zu Geflügelgerichten. Mittelschwere Weine zeichnen sich durch dominierende rote Fruchtnoten aus und passen gut zu einer großen Bandbreite an Gerichten, besonders aber zu gepökeltem Fleisch. Samtig weiche Rotweine mit Beerenaromen harmonieren gut mit Meerestieren. Viel Tannin, eine dichte rote Farbe und volle Fruchtnoten machen einen körperreichen Rotwein aus. Ihn können Sie sowohl „solo“ genießen oder zu kräftigen Gerichten aus rotem Fleisch reichen. Rote Dessertweine passen gut zu Süßem und zu Käse.